| | | | | | Bis ich 2021 in den Bundestag gewählt wurde, habe ich 23 Jahre im Unternehmen gearbeitet. Als ehemaliger Betriebsrat weiß ich, eine der häufigsten Fragen ist: "Wann gibt es endlich mehr Geld?"
Mit dem neuen Mindestlohn bekommen jetzt im Oktober nicht nur meine ehemaligen Kolleg*innen, sondern mehr als 6 Millionen Menschen mehr Geld für ihre harte Arbeit — vor allem in Ostdeutschland, vor allem Frauen. Und das Beste: wir konnten im Gesetz festschreiben, dass bereits in neun Monaten, am 30.06.2023, wieder verhandelt wird. Ich weiß, woher ich komme und werde das nie vergessen.
Es war ein langer Kampf, überhaupt einen Mindestlohn zu bekommen. Supermarkt-Ketten mit einem Flickenteppich an tariflicher Bindung, in dem die Mehrzahl der Kolleg*innen schutzlos sind, zeigen, warum der Mindestlohn so wichtig ist. Er legt nicht nur eine Lohnuntergrenze fest, sondern ist auch eine wichtige Grundlage für aktuelle und kommende Tarifverhandlungen.
Eine anständige Bezahlung ist eine Frage des Respekts. Und es ist dieser Respekt, der uns als Gesellschaft zusammenhält. Deshalb hat Olaf Scholz den Mindestlohn zur Chefsache gemacht. Aber damit ist noch nicht Schluss: Jetzt geht unser Kampf für höhere Löhne, mehr Tarifbindung und Tariftreue weiter. Egal, wie groß die Herausforderungen sind. Deutschland packt das. Mit sozialer Politik für Dich.
Herzliche Grüße
Mathias Papendieck
Bundestagsabgeordneter für Frankfurt (Oder) und Oder-Spree und ehemaliger Betriebsrat | | | | | |
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